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Nachtschicht mit Charakter
Aus dem Leben von Emrah Misirli, Sicherheitsdienstmitarbeiter aus Regensburg
Es ist 22:00 Uhr, und mein bester Freund für die nächsten acht Stunden ist ein Plastikstuhl, der schon bessere Tage gesehen hat. Ich nenne ihn liebevoll „Chefsessel“. Neben mir: eine Thermoskanne, ein Funkgerät und das beruhigende Gefühl, dass ich heute Nacht wieder der Hüter der Ordnung bin. Zumindest zwischen Parkplatz B und Tor 3.
„Sicherheitsdienst“ klingt für viele nach Actionfilm dunkle Sonnenbrille, Funkknopf im Ohr, dramatische Musik. In Wirklichkeit trage ich statt Sonnenbrille reflektierende Streifen, und die Musik kommt vom Windspiel des Hausmeisters. Wenn’s klimpert, weiß ich: Wind aus Westen, Wachsamkeit aus Süden.
Mein Job ist einfach erklärt, aber schwer zu beschreiben. Ich bin Wächter, Türöffner, Wegweiser, Wetterbeobachter, Katzenflüsterer und manchmal auch Lebensberater für Menschen, die nachts mit sich selbst diskutieren. Ich kenne jede Laterne beim Vornamen und weiß, welche um 3:12 Uhr zuverlässig flackert mein persönlicher „Disco Modus“.
Einmal habe ich einen verlorenen Luftballon eingefangen. Rot, herzförmig, mit der Aufschrift: „Ich liebe dich“. Der Ballon schwebte direkt auf mich zu, als wüsste er, dass dort jemand Wache schiebt, der in dieser Nacht definitiv nichts anderes liebt als seinen Kaffee. Ich habe ihn gerettet, ins Wachbuch eingetragen („Objekt gesichert: 1 × Herzballon, emotional unauffällig“) und am nächsten Morgen pflichtbewusst abgegeben. Vorschrift ist Vorschrift.
Manchmal fragen mich Leute: „Ist das nicht langweilig, nachts allein dazusitzen?“
Nein. Langweilig ist, wenn man denkt, nichts passiert. In Wahrheit passiert alles nur leise. Ein Rascheln kann ein Tier sein oder der Wind. Ein Schatten kann Müll sein oder ein Mensch. Und jedes Mal schlägt mein Puls kurz Alarm, bevor mein Verstand auf Routine schaltet.
Ich halte mich mit Laufsport fit nicht nur körperlich, sondern auch im Kopf. Wer läuft, weiß, wie wichtig Rhythmus und Ausdauer sind. Das hilft mir im Dienst. Jede Schicht ist wie ein Marathon: ruhig anfangen, aufmerksam bleiben, nicht zu früh Kraft verschwenden und am Ende noch Energie für den letzten Kontrollgang haben.
Die eigentliche Kunst in diesem Beruf ist nicht das Sehen, sondern das Wahrnehmen. Man merkt, wann etwas nicht stimmt bevor es jemand anderes merkt. Man hört, wenn Stille zu laut wird. Man riecht, wenn irgendwo ein Heizlüfter zu heiß läuft. Und man spürt, wenn jemand Schutz sucht, auch wenn er’s nicht sagt.
Viele denken, der Sicherheitsdienst sei nur da, um Türen zu bewachen. Aber wir bewachen etwas viel Wertvolleres: das Gefühl, dass man ruhig schlafen kann, weil jemand da ist, der wach bleibt.
Und so endet meine Schicht, wie sie begann mit Kaffee, Kälte und einer Prise Selbstironie. Nur dass ich jetzt weiß:
Sicherheit ist kein Zustand. Sie ist eine Haltung. Und manchmal trägt sie reflektierende Streifen.
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